Neue Kameliensammlung im Luisenpark

 

Stilecht im Chinesischen Garten

 

Frau Nicole Heiser-Günther und Ihr Mann, Herr Günther haben am 1. Advent den Kameliengarten coronabedingt von außen betrachtet und diese schönen Fotos gemacht.

 

Kamelien aus Saxdorf

Sie tragen Namen wie „Coral delight“, „Drama girl“ oder „Harlekin“, gehören zu den ursprünglich aus dem Fernen Osten stammenden Kamelien und haben das Zeug zum Star. Im Luisenpark hat man den exotischen Blütenwundern mit ihren immergrünen Blättern nun eine eigene Fläche von 800 Quadratmetern gewidmet.

„Schuld an dem Projekt sind meine Mitarbeiter, die mir schon länger in den Ohren lagen, das Gelände hinter dem Chinesischen Teehaus in Richtung Neckar zu gestalten“, erzählt die gärtnerische Leiterin Ellen Oswald bei der Eröffnung, zu der Kamelienfreunde weit über Mannheim hinaus in die Quadratestadt gereist waren. An ihrer Spitze Anke Koschitz, die Direktorin der Internationalen Kameliengesellschaft für Deutschland und Österreich.

Inspiriert durch die bei den Besuchern so beliebten Schneeglöckchentage, hatten Oswald und Koschitz ursprünglich vor, im März erstmals Kamelientage anzubieten. Corona kam dazwischen, und man legte stattdessen unter Ausschluss der Öffentlichkeit einen kleinen Kameliengarten direkt im Teehaus an, der mit einem Video auf der Homepage online eröffnet wurde. Inspirationen hatte man sich zuvor in Köln geholt. Schon vorher ziemlich verzaubert von den zarten Teestrauchgewächsen sei bei ihr da der „Point of no Return“ erreicht gewesen, berichtet Oswald, wie sie sich nahtlos in die Reihe der Kamelienenthusiasten einreihte und mehr wollte. Schließlich gab es ja da noch dieses 800 Quadratmeter große Stück an Fläche hinter dem Chinesischen Teehaus.

200 Sorten sind das Ziel

Anke Koschitz war sofort Feuer und Flamme und man plante einen großen Kameliengarten. Die Park-Azubis verlegten viele laufende Meter an Pflasterband, um die Beete einzufassen. 150 Kubikmeter Rhododendronerde wurden aufgebracht und Pflanzenlisten erstellt. Kamelien unterschiedlicher Wuchshöhe fanden einen neuen Standort, und ein geschwungener Weg wurde durch die Anlage geführt. All das spielte sich hinter dem sogenannten Mondtor im Chinesischen Garten ab, das bislang zwar optisch beeindruckte, aber keine wirkliche Funktion hatte. Ab sofort bleibt es für die Parkbesucher als Zugang zum neuen Kameliengarten geöffnet. Doch auch durch die in die Mauer des östlichen Pagodengangs eingelassenen Fenster ergeben sich reizvolle Blickachsen auf die Schönheiten, von denen einige Sorten auch mitten im Winter Blütenpracht entfalten werden.

„Kamelien werden zusammen mit Seerosen und Päonien bei der Bundesgartenschau 2023 eine besondere Rolle spielen“, gibt Parkchef Joachim Költzsch einen kleinen Vorgeschmack auf das, was der Luisenpark als Buga-Satellit plant. Und wenn alles glatt läuft, dann wird man zu diesem Zeitpunkt auch den offiziellen Titel eines „Exzellenzgartens“ tragen dürfen. „200 unterschiedliche Sorten müssen wir dafür mindestens vorweisen. 193 haben wir bereits“, informiert Koschitz.

Die Kölner Flora unterstützte den Luisenpark mit Pflanzenspenden ebenso wie Kamelienfreunde deutschlandweit. Und weil alles seinen Ursprung in der Idee zur Durchführung von Kamelientagen hatte, starten Oswald und Koschitz einen zweiten Versuch und geben mit dem 20. und 21. März 2021 bereits jetzt den Termin bekannt.

https://www.rheinpfalz.de/lokal/mannheim 

Mondtor

5 Bilder: Gerhard Kasimir

Frankfurt, den 2. September 2020

Liebe ICS-Mitglieder, liebe Kamelienfreunde,

ich möchte Sie heute gerne über den aktuellen Stand unseres Kamelien- Projektes im Luisenpark in Mannheim informieren und darf Sie gleichzeitig bitten, uns mit weiteren Spenden zu unterstützen; die aktuelle Sortenliste der bereits gepflanzten Kamelien finden Sie anbei.

Die Vorbereitungen für die Anlage des Kameliengartens im Luisenpark Mannheim sind fast schon abgeschlossen. In den letzten Wochen haben die Gärtner des Luisenparks eifrig daran gearbeitet, dass das Gelände, in dem die Kamelien gepflanzt werden, auch ihren besonderen Anforderungen entspricht. Dazu gehörte die Aufbereitung des Bodens sowie die Installation einer Beregnungsanlage pro Beet, die mit Brunnenwasser gespeist wird.

Auf einer Fläche von nunmehr 400 qm sind aktuell 16 Beete in unterschiedlichen Formen angelegt worden, so dass die Besucher die Kamelien von allen Seiten betrachten können. Die Beete sind mit Pflastersteinen eingefasst, die auch im vorderen Teil des Chinesischen Gartens verwendet wurden. Ein geschwungener Weg, der mit Rindenmulch belegt wird, führt durch die Anlage. Das prachtvolle Mondtor markiert den Zugang in den Kameliengarten, verschiedene Fensteröffnungen der begrenzenden Mauer bieten grossartige Blickachsen.

Bis heute konnten wir 176 Kamelien auspflanzen, darunter befinden sich ca. 169 verschiedene Sorten, von denen wir noch ca. 10 Pflanzen im Frühjahr bestimmt müssen. 15 Wildformen haben einen schönen Platz im Pflanzenschauhaus bei den Baumfarnen erhalten.

Das alles konnten wir nur durch Ihre großzügige Unterstützung erreichen und natürlich auch dank der guten Kooperation mit dem Luisenpark.

Im Juli haben die gärtnerische Leitung des Luisenparks, Frau Oswald und Herr Brendel mit mir die Flora in Köln besucht.

Mein besonderer Dank gilt Frau Lieblich, die uns trotz privater Verpflichtungen in der Flora empfangen hat. Ebenso Herrn Linke und Herrn Rössner von der Flora in Köln, die uns ihre Zeit geschenkt haben und gemeinsam durch ihre prachtvolle Kameliensammlung geführt haben. Sie haben uns nicht nur 

wertvolle Hinweise und praktische Tipps für die Anlage im Luisenpark gegeben, sondern auch noch wunderschöne Pflanzen (überwiegend Sorten von Peter Fischer) gespendet, so dass wir ein „Deutsches Kamelienbeet“ anlegen konnten. Ein Gegenbesuch der Flora im Luisenpark ist geplant.

Eine weitere Reise führte mich schon im Juni zur Familie Richter nach Berlin, die uns ebenfalls stattliche Kamelien gespendet haben, u.a. die besonders schöne Kujaku, die einen erhöhten Ehrenplatz erhalten wird. Ihr überhängender Wuchs wird so besonders gut zur Geltung kommen.

Patrick Speicher, ebenfalls Gärtner des Luisenparks, chauffierte uns schnell und sicher in einem Transporter von Frankfurt nach Berlin, von wo wir uns nach einem köstlichen Mittagessen im herrlichen Garten der Richters vollbeladen mit Kamelien wieder auf den Heimweg machten.

Im Juli besuchte ich dann die Familie Lieschke in Villingen-Schwennigen und konnte an diesem schönen Sommertag nicht nur ihre große Kameliensammlung mit vielen exquisiten Sorten u.a. aus Japan und Neuseeland und ihren schönen Garten bewundern, sondern auch alle anderen Sammlerstücke rund um Kamelien, sei es erlesenes Porzellan oder bezaubernde Aquarelle. Familie Lieschke spendet uns neben ihrer großen Sammlung von Japonicas und Sasanquas auch besondere Wildformen.

Sehr herzlich danken möchte ich auch Gabriele und Walter Lauer sowie Renate und Uwe Tessmar und Alexander Haas, die dem Luisenpark besonders schöne Kamelien aus ihren Sammlungen übereignet haben und mir oft mit Rat und Tat zur Seite stehen. Nicht vergessen möchte ich Manfred Musall, der mich im sogar Luisenpark besuchte und gleich beim Pflanzen mithalf!

Mittlerweile ist der Luisenpark für mich schon wie ein zweites Zuhause geworden, so oft bin ich in den letzten Monaten dort gewesen. Nun freut es mich ganz besonders, dass die Anlage des Kameliengarten in den nächsten zwei Wochen fertig gestellt werden wird.

Die offizielle Eröffnung ist für den 17. Oktober 2020 geplant, zu der ich Sie im Namen des Luisenparks herzlich einladen darf. Eine separate Einladung wird Ihnen von Frau Jacobs-Gebauer zugesendet.

Liebe Kamelienfreunde:

Zum jetzigen Zeitpunkt benötigen wir für dieses großartige Projekt nur noch ca. 30 bis 40 weitere Sorten, um ein wesentliches Kriterium der ICS zu erfüllen! Nämlich eine Sortenvielfalt von 200 unterschiedlichen Kamelien vorweisen zu können. Dann wäre eine Bewerbung als „Camellia Garden of Excellence“ möglich.

Deshalb möchte ich Sie bitten, unsere Sortenliste durchzusehen – vielleicht können Sie uns mit der einen oder anderen Sorte unterstützen, die bisher noch fehlt.

Für Ihre Spende erhalten Sie vom Luisenpark eine Spendenquittung sowie eine Jahreskarte und werden auf einer Tafel im Kameliengarten ehrenvoll als Spender genannt.

Schon jetzt möchte ich mich bei Ihnen für Ihre Mitwirkung bedanken und stehe Ihnen gerne für weitere Informationen zur Verfügung.

Bleiben Sie gesund!

Mit herzlichen Grüßen

Ihre
Anke Koschitz
ICS Director Germany/Austria

Anke Koschitz, Kurhessenstr. 24 / 60431 Frankfurt/M ak@koschitz.de / Tel. 0172 – 618 27 777

 
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